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Hallo an alle Tierfreunde,
ich hatte den nun folgenden Beitrag auch in einem weiteren Forum gepostet, möchte aber, da doch hier und da verschiedene Leute unterwegs sind, auch euch zu dem mich emotional sehr belastenden Thema befragen.
Schon einige Zeit bewegt mich dieses Thema, welches eine sehr delikate Angelegenheit behandelt, zumal es sich bei dem im Folgenden besagten Mann um einen meiner guten Bekannten handelt.
Als vor ca. 13 Jahren mein erstes Chinchilla bei mir einzog, hatte er wenig später das Bedürfnis, auch Chinchillas halten zu müssen. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Nur fehlten von Beginn an die Rahmenbedingungen für die Haltung dieser Tiere: Platz, Zeit, Geld. Ich habe weiß Gott nicht zu Beginn an alles immer richtig gemacht, aber doch wenigstens versucht, den Tieren ein angenehmes zu Hause zu schaffen. Zum Fall:
Vor 2 Jahren ist mein Bekannter in eine sehr kleine Wohnung gezogen, wobei ich sagen muss, dass die vorherigen auch nicht viel größer waren,
aber wenigstens über einen 2. Raum verfügten. Momentane Lage: 1-Raumwhg., ca. 35qm2, starker Raucher, nachlässig, was die Reinigung und Pflege von sowohl der Whg. als auch der Tiere angeht. Kommt noch dazu, dass er kaum Zeit für seine wirklich sehr von ihm geliebten Chinchillas aufbringen kann, sie aber auf keinen Fall abgeben möchte. Platz ist, wie gesagt, kaum vorhanden, Freilauf hat noch keines der Tiere, seit sie bei ihm leben, gehabt, und er hat ein sehr geringes Einkommen. Als Käfigstandort wurde von ihm wegen des Lärms der Korridor gewählt, welcher fensterlos ist, am Tage nicht ganz ruhig, da er oft Besuch hat und keine Belüftungsmöglichkeit besteht. Mit Geduld, Spucke und guten Worten habe ich schon mehrmals sachte versucht, ihn zu einer Abgabe der Tiere unter diesen Haltungsedingungen zu bewegen, aber eine Trennung ist unmöglich. Es würde ihm das Herz brechen, wie ich ihn kenne (schwer suizidgefährdet). Mein Angebot einer Übernahme eines seiner Böckchen hat er nach anfänglicher Begeisterung abgelehnt, da er entdeckt zu haben scheint, dass seinen Tiere nun doch gegengeschlechtlich sind (2 Böcke, 1 Weibchen). Wie das auf engstem Raum (H90/B80/T60) so lange gut gehen konnte, bleibt mir wohl auf ewig ein Rätsel, falls sich diese Konstellation bestätigen sollte. Ich habe schon Urlaubsvertretung in Sachen Fütterung & Pflege gemacht, aber es ließ sich keines der 3 Tiere anfassen, um eine Geschlechtsbestimmung durchzuführen. Meine Frage: sollte ich es dabei belassen oder amtliche Schritte unternehmen? Ich stecke irgendwie arg in der Zwickmühle und musste das einfach mal an - mir als geeignet scheinender Stelle - zur Sprache bringen. Viele Male habe ich bei ihm dieses brisante Thema angesprochen, und hatte auch den Eindruck, dass ein guter Wille vorhanden war.
Bei jedem darauf folgenden Treffen in seiner Whg. muss ich mich stark bremsen, nicht überzureagieren, kann ihn als guten Freund aber auch nicht denunzieren.
Momentan leben also bei dem Mann wie gesagt 3 Chinchillas.
Er hält sich diese Tiere prinzipiell seit ca. 13 Jahren, aber die in der jetzigen Konstellation hier sind nicht seine Ersten. Am Anfang war da jahrelang eins, welches mit ca. 7 Jahren an unbekannter Ursache verstarb.
Vor ca. 4 Jahren hatte er 2 Stück, wobei schon hier nicht ganz klar war, welchen Geschlechts. Dann war ihm eines der Tiere verstorben und er gab dem Verbliebenen ein Geschwisterpaar zur Gesellschaft. Ob Männlein oder Weiblein oder gemischt, weiß der Herrgott allein. Ein Tier ist ca. 5 ½ und die beiden anderen sind etwa 2 Jahre (+/- 1 Jahr, das kann ich aber noch genauer in Erfahrung bringen). Ich hatte schon eine Geschlechtsbestimmung versucht, aber wegen der Scheu der Tiere damit eine absolute Niederlage hinnehmen müssen. Durchs Gitter geht das bei der Enge des Käfigs irgendwie schlecht und ich würde nicht meine Hand für mein Ergebnis ins Feuer legen. Freilauf kennen alle 3 leider gar nicht. Die Chins sind allesamt sehr scheu und er will/kann sie nicht "einfangen". Man lässt ja im Allgemeinen vernünftiger Weise auch die Tiere erst laufen, wenn sie zahm sind. Zur Zähmung fehlt ihm aber wiederum Zeit und auch Geduld. Die Chose ist ganz schön vertrackt. Von einer Anzeige möchte ich ja auch Abstand nehmen, weil es ein sehr guter Bekannter bzw. Freund von mir ist und ich ihm auch nicht vor den Kopf stoßen will. Mir tun halt die Tiere leid, wie sie jetzt leben, aber Tierheim käme für mich auch nicht in Frage. Dann schon eher eine Abgabe in gute Hände, nur er möchte sich ja um keinen Preis von ihnen trennen, was ich verstehe und auch akzeptieren muss. Um ihn zum Umdenken zu bewegen, müssten schon schwerere Geschütze aufgefahren werden, als meine Worte. Seine anderen Freunde interessieren sich leider nicht die Bohne für seine Tiere und die mischen sich da auch mit Sicherheit nicht ein. Mir selber sind diese Freunde leider unbekannt, so dass ich über sie auch keinen Einfluss auf die Änderung des Zustandes nehmen kann. Ihm Reptilien als Alternative in der Haustierhaltung vorzuschlagen war ein guter Tipp, wäre da nicht seine Abneigung gegendiese Art. Davor ekelt er sich regelrecht. An einen Laufteller ist bei der Käfiggröße leider nicht zu denken. Die Käfigmaße sind zwar die Außenmaße, aber er ist in sich unterteilt (ähnlich eines Zuchtkäfigs). Der jetzige Standort ist platztechnisch der einzig machbare bei seiner kleinen Wohnung. Bliebe da noch, über eine UV – Lampe sich ernsthaft Gedanken zu machen und ihm das nahe zu bringen und seinen Tieren zu liebe ans Herz zu legen damit diese wenigstens ab und an mal naturgemäß bestrahlt werden können wobei bei einer Lampe von naturgemäß nicht wirklich die Rede sein kann.
Wer weiss Rat oder war vielleicht sogar selber schon mal in ähnlicher Situation gefangen und kann mir sagen, wie er sich verhalten hat?
Nächste Woche treffe ich mich übrigens wieder mit ihm, dann weiß ich mehr und kann auch auf nachfolgende Fragen konkrete Auskunft geben.
Ich bin jedesmal, wenn ich die Tierchen sehe, so was von deprimiert, das ich das hier einfach mal ansprechen musste.
Ich hoffe, das ist kein zu großes Durcheinander geworden, da ich mir sozusagen die Seele aus dem Leib getippt habe.
Viele liebe Grüße
Kati
[Aktualisiert am: Fr, 22 Februar 2008 19:51]
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