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Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72426]
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So, 02 Mai 2010 14:09
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Hallo ihr,
meine Chins bekommen nun seit ca. 3 Jahren regelmäßig Frischfutter. Im Winter sieht's da leider nicht so dolle aus, aber einige Anregungen finden sich im Thread Was gebt ihr im Winter an Frischfutter ?.
Ab Ende März/Anfang April, wenn draußen so langsam wieder was Grünes wächst, bekommen meine Chins täglich frische (Wild-)Kräuter und Blätter. Dieses Jahr habe ich die Auswahl noch ein wenig erweitert, weil ich zum ersten Mal dazu komme, einiges selbst anzupflanzen. Ich füttere alles langsam an und hatte daher bisher noch nie Verdauungsprobleme.
Nachtrag:
Wie ich anfüttere:
Meine Tiere bekommen auch im Winter Frischfutter, sodass ich bei der Anfütterung nicht ganz so vorsichtig bin, wie ein Halter, dessen Tiere nur Getrocknetes bekommen.
Ich beginne im März, wenn die ersten Löwenzahnblättchen noch ganz klein und zart sind, mit ca. 2-3 Blättchen pro Tier alle zwei Tage. Diese Menge steigere ich innerhalb von 2-3 Wochen auf ca. eine Handvoll pro Tier und Tag. Wenn das problemlos klappt (was bisher immer der Fall war), kommt alle paar Tage das nächste (Un-)Kraut dazu.
Alles in allem dauert die Umstellung auf die Menge, die es dann täglich gibt, mit allen Kräutern ca. 4 Wochen. Sobald die Tiere umgestellt sind, füttere ich alles, was erst später wächst (wie z.B. Blätter von Obstbäumen), dann auch nicht mehr groß an, sondern gebe es einfach dazu.
Wichtig ist, dass nur das verfüttert wird, was man sicher bestimmen kann. Wenn ihr euch unsicher seid, verzichtet lieber auf die Fütterung.
Eine gute Internetseite zur Bestimmung ist z.B. der Pflanzenführer der Universität Leuven
Da ich das Glück habe, in einer sehr ländlichen Gegend zu wohnen, muss ich nur hinters Haus gehen, um das meiste zu finden.
Zum Frischfuttersortiment meiner Chins gehören folgen Pflanzen:
Regelmäßig:
- Löwenzahn (samt Blüte)
- Gänseblümchen
- Spitz- & Breitwegerich
- Schafgarbe
- Gräser
- Taubnesseln
Nach Verfügbarkeit:
- diverse Disteln
- Stachel- & Huflattich
- Vogelmiere
- Erdbeer-, Brombeer- & Johannisbeerblätter
- Golliwoog
- Topinambur
- Malven
- Ringelblumen
- Brennnesseln
- Ampfer (nur in kleinen Mengen)
- Haselnuss-, Kirsch- und Apfelblätter, sowie Blätter von anderen Obstbäumen
- Obstbaumblüten
- diverse Küchenkräuter
Alle paar Tage:
- Apfel, Birne (anderes Obst fressen meine Chins nicht)
- Möhre, Fenchel
Es ist auffällig, dass die Chins sich zu Beginn der Saison auf alles stürzen, was ich ihnen vorsetze.
Nach einiger Zeit lassen sich aber deutliche Präferenzen feststellen: Nicht jedes Chin frisst alles (Taubnesseln z.B. sind nur bei einem Weibchen beliebt) und nicht jedes Chin frisst täglich von allem die angebotene Menge. Es bleibt durchaus auch mal was liegen, das sonst gerne gefressen wird. Ich habe auch Tiere, die zuerst an die Pellets gehen.
Weiterhin ist deutlich, dass Apfel im Frühling/Sommer weniger bis gar nicht gefressen wird, genauso wenig wie frisches Gemüse. Im Winter dagegen stürzen sich die Chins darauf.
Nachtrag:
Zur Menge:
Jeder entscheidet für sich selbst, wie viel Frischfutter er für "richtig" hält. Wenn man das Fressverhalten der Tiere einige Zeit lang beobachtet, stellt man fest, dass eine bestimmte Menge an FriFu nie überschritten wird.
Meine Tiere bekommen fast jedes Kraut ad libitum. Vorsichtig bin ich nur mit Sauerampfer, da dieser relativ viel Oxalsäure enthält.
Es gibt Pflanzen, die grundsätzlich nur wenig gefressen werden und es gibt solche, die immer in großer Menge genommen werden (zu letzteren gehören bei mir Löwenzahn, Disteln und Vogelmiere). Dann wiederum gibt es solche, die nur ab und zu gefressen werden (diese gibt es dann auch nicht täglich).
Wenn man sich traut und den Tieren die Wahl lässt, merkt man sehr bald, dass sie durchaus ein gesundes Fressverhalten entwickeln können. Bestes Beispiel ist Obst - wenn es kein anderes FriFu gibt, wird es gefressen. Gibt es eine große Auswahl an Futterpflanzen und gutem Heu, wird Apfel nicht mal mit dem Popo angeschaut (ihr solltet z.B. mal Apple's Gesicht sehen, wenn ich ihm Apfel anbiete- vernichtend! ).
Wenn ich älteren Löwenzahn füttere, wird dieser sauber abgenagt und der Stengel liegengelassen - so viel zum Thema schädlicher Milchsaft.
Für mich ein wichtiger Aspekt, ist, dass meine Tiere viel mehr Zeit mit der Futteraufnahme verbringen und durch das Frischfutter einen deutlich helleren und größeren Kot haben. Ich könnte den Tieren stundenlang beim Fressen zuschauen.
Hier mal ein paar Bilder:
Powwow beim Mampfen:

Habú mit Löwenzahn:

Und Baby Lavazza mit gerade mal 6 Tagen beim Probebiss:

LG,
Nina
[Aktualisiert am: Sa, 22 Mai 2010 12:53] "Baby, it's a violent world...."
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72437 antworten auf 72426 ]
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So, 02 Mai 2010 17:25

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GruenerKaktus
Beiträge: 108 Registriert:
Januar 2009
Ort: Mannheim
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Hallo Nina,
Lavazza ist sooo süß - das kann man nicht oft genug betonen. Wie sie zwischen den ganzen Löwenzahnblüten sitzt
ich konnte ähnliche Beobachtungen wie du machen. Im Frühjahr/Sommer wird weniger Obst und Gemüse gefressen als im Winter und stattdessen ganz viel Grünfutter in Form von Wiesen-/ Wild(un)kräutern und Zweigen samt Blatt und Blüte. Am häufigsten gibt es bei mir: Löwenzahn, Spitzwegerich, Breitwegerich, Ampfer, Sauerampfer, Kompaß- und Stachellattich, verschiedene Diseln (z.B. stengellose Kratzdistel), Vogelmiere, Golliwoog/Callisia repens, Brennesseln, Traubnesseln, Süßgräser, Luzerne und Labkraut. An Zweigen bekomme ich meist leider nur Kirsche, Pflaume, Apfel, Haselnuss, Weide und Aprikose.
Die zur Zeit beliebtesten Kräuter hab ich dick gemacht.
Und hier meine Süßen in Aktion:


[Aktualisiert am: So, 02 Mai 2010 17:27] Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72461 antworten auf 72426 ]
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Mo, 03 Mai 2010 15:37

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Cariii91
Moderator
Beiträge: 570 Registriert:
November 2009
Ort: Göppingen Nähe Stuttgart
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Hallo ihr Lieben,
meine Chins bekommen seit gut einem Monat auch wieder mehr Frisches und sind ganz begeistert davon. Am Tollsten finden alle meine Chins Löwenzahnblätter und -blüten.
Auch Haselnusszweige (vorsicht, können den Urin rötlich verfärben!) kann ich regelmäßig anbieten, da bei uns im Garten ein riesiger Haselnussbusch wächst.
Ansonsten fressen 2 Chins sehr gern Gänseblümchen.
Wenn ich anderes Frisches füttern will, dann muss ich bei meinen Chins schon fast betteln, dass sie das dann auch fressen... lauter Gourmets hab ich da in meinem Käfig sitzen
Mit den Stängeln von Löwenzahn ist mir bisher zumindest nichts bekannt, weder für Chins, noch für uns Menschen. Vielleicht weiß ja jemand was Genaueres
@Nina
Ich finde Habú so unglaublich schööööön aber du hast ja allgemein sehr hübsche Tiere!
[Aktualisiert am: Mo, 03 Mai 2010 15:37] Liebe Grüße, Carina.
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72631 antworten auf 72426 ]
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Fr, 07 Mai 2010 18:03

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cori
Beiträge: 13 Registriert:
April 2010
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Hallo zusammen
Habe den Thread zum Frischfutter aufmerksam verfolgt, da ich mich gerade dazu entschlossen habe, meinen Chinchis auch hin und wieder etwas frisches anzubieten. Habe das bis anhin nie getan, und vor ein paar Tagen mal mit nem ganz kleinen Stücken frischen Apfel versucht. Meine beiden waren richtig misstrauisch, bis sie das Stückchen dann regelrecht verschlangen.
Nun zu meiner Frage, wir haben im Garten nen Haselnussstrauch, welcher natürlich unbehandelt ist. Daher würde ich gerne ein Stücken von einem Ästchen geben. Allerdings ist es so, dass der ja noch keine Blätter hat, sondern nur so kleine grüne Knospen. Sollte ich warten, bis da Blätter draus geworden sind? Oder kann man den Ast mit Knospen ohne Bedenken reingeben? Die Haselnüsse entferne ich selbstverständlich
Danke und liebe grüsse
Corina
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72721 antworten auf 72426 ]
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Di, 11 Mai 2010 12:44

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Huhu,
bei mir gibt es von draußen im Moment ja "nur" Löwenzahn - davon allerdings nur die Blätter und das untere Drittel knipse ich ab. Da wir die im eigenen Garten "anbauen", wasche ich das auch nicht.
Bei fremden Wiesen wäre ich misstrauisch, vor allem, wenn dort andere Tiere leben/weiden.
Lieber Gruß
Danie
http://www.elbe-chinchilla.de
http://www.chinchillazucht.info
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72735 antworten auf 72721 ]
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Di, 11 Mai 2010 20:13

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Huhu,
also den Löwenzahn hab ich schon gewaschen, sicher ist sicher...
Wenn ich bei mir bei der Arbeit Haselnusszweige schneide (nehme gerne die jungen mit frischen Blättern oder Knospen), dann geb ich die auch so...
Aber da weiß ich eben, dass nichts gespritzt wurde!
Liebe Grüße,
Julia
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72749 antworten auf 72426 ]
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Mi, 12 Mai 2010 17:02

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Huhu,
wir haben ja auch 20 Apfelbäume und Nuss sowie Weide, die werden bei uns auch nicht gespritzt, da gebe ich die Äste auch frisch geschnitten, allerdings ohne Blätter - vielleicht mal mit kleinen Knospen.
Bei mir macht allerdings der Frischfutteranteil auch nicht mehr als die auf der InfoSeite genannten 5 % der Gesamt-Nahrung aus. Mit allen Beigaben komme ich vielleicht auf 10 - 15 % Beigaben zu Heu und Pellets.
Lieber Gruß
Danie
http://www.elbe-chinchilla.de
http://www.chinchillazucht.info
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72906 antworten auf 72426 ]
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Mi, 19 Mai 2010 09:01

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GruenerKaktus
Beiträge: 108 Registriert:
Januar 2009
Ort: Mannheim
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Hallo,
jede Pflanze, egal ob Frucht, Gemüse, Gras, Samen oder Kraut hat eine Wirkung auf den lebenden Organismus. Jede.
Man kann also nur von Pflanzen sprechen, die - auf unserer Haltererfahrung basierend - bei vielen Chins zu keiner Unverträglichkeit führen/ bis dato geführt haben.
Dazu würde ich z.B. Golliwoog/ callisia repens, Apfel, Salat, Breitwegerich, Obstbaumästchen samt Blattwerk z.B. Kirsche oder Apfel oder Löwenzahn zählen.
Aufpassen hingegen sollte man z.B. bei Sämereien insgesamt, vielleicht sogar speziell bei Mehlsaaten (zumindest ist dies meine Erfahrung), oder eben bei blähenden Futterpflanzen.
[Aktualisiert am: Sa, 29 Mai 2010 14:59] Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72987 antworten auf 72906 ]
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Sa, 22 Mai 2010 12:59

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Hi ihr,
ich habe meinen ersten Beitrag noch ein bißchen mit Hinweisen zu Anfütterung, Menge und weiteren Beobachtungen ergänzt - vielleicht beantwortet das doch einige Fragen.
Vielleicht noch ein paar Wörtchen zur Schafgarbe:
Ich habe mich lange nicht getraut, sie trächtigen Weibchen zu füttern, da sie eine krampflösende Wirkung haben soll. Dieses Jahr habe ich dann nochmal ein bißchen recherchiert, meine Chinchilla Post Ausgaben gewälzt und Google befragt:
Die angebliche Heilwirkung von Schafgarbe ist nicht wissenschaftlich erwiesen und es gibt keine bekannten Fälle von Fehl- oder Frühgeburten nach ihrer Gabe bei irgendeiner Tierart.
Ich habe mich also an Schafgarbe getraut.
Manche Tiere mögen sie gerne, andere nicht so, aber ich konnte keine negativen Nebenwirkungen feststellen. (Auch nicht bei trächtigen Weibchen, egal in welchem Stadium der Trächtigkeit.)
LG,
Nina
"Baby, it's a violent world...."
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #72995 antworten auf 72426 ]
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So, 23 Mai 2010 11:02

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GruenerKaktus
Beiträge: 108 Registriert:
Januar 2009
Ort: Mannheim
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Zu dem Wirkungen wollte ich auch nochmal sagen: die Angaben über die Wirkung der Heilkräuter stammen immer aus der Humanmedizin und können aus dem Grunde nicht 1:1 auf Herbivore wie Chinchillas übertragen werden. Zudem muss ein Kraut auf eine bestimmte Art und Weise geerntet werden, gleichfalls spielt die Verabreichung(-sdauer) des Krautes eine große Rolle und der Zeitpunkt der Ernte. Daher halte ICH von solchen Angaben wenig. In Folgendem stelle ich lediglich eben nur diese allgemeinen Wirkungen beim Menschen vor.
Gestern gabs bei uns ganz viele verschiedene Wiesenkräuter:
Kleiner Wiesenknopf
- Familie der Rosengewächse
- seine Wikstoffe sind u.a. milchbildungsfördernd, wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, bei Verdauungs- und Leberproblemen
Löwenzahn
- Familie der Kornblüter
- u.a. bei Erkrankungen der Atmenwege, Rheuma, appetitanregend, blutreinigend/-bildend, bei Verdauungsproblemen, Leber- und Nierenprobleme, Hautleiden
Giersch
- Familie der Doldenblütler
- u.a. bei Rheuma, verdauungsregulierend, entzündungshemmend
Rotklee
- Familie der Hülsenfrüchtler
- u.a. bei Verstopfung, appetitanregend, lebertätigkeitsanregend, wird aufgrund seiner hohen Hormonmenge als Unterstützung/ Hormonausgleich z.B. während der Wechseljahre benutzt (i.d.R. als Tee)
Hornklee
- Familie der Hülsenfrüchtler
- u.a. entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend; bei Herzschwäche oder Krämpfen anwendbar
Luzerne
- Familie der Hülsenfrüchtler
- u.a. bei Wechseljahrsbeschwerden, erhöhtem Cholesterin, Verdauungsbeschwerden, Hautpilz; verdauungsfördernd, schmerzstillend
Bachnelkenwurz
- Familie der Rosengewächse
- u.a. antibakteriell, schweißtreibend, entzündungshemmend; bei Wunden, Verdauungsbeschwerden, Fieber
Stockmalve / Stockrose
- Familie der Malvengewächse
- u.a. entzündungshemmend, krampflösend; Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Entzündungen, Wunden
Knoblauchsrauke
- Familie der Kreuzblütler
- u.a. Atemwegserkrankungen, Würmer, Wunden, antibakteriell
Spitzwegerich
- Familie der Wegerichgewächse
- u.a. Atemwegserkrankungen, Wunden, Magen-Darm-Probleme aller Art, appetitanregend, entzündungshemmend, antibakteriell
Topinamburkraut
- Familie der Kornblütler
- u.a. Leber-, Galle-, Magenbeschwerden
Schafgarbe
- Familie der Kornblütler
- u.a. bei Erkältung, Verdauungsproblemen, Diabetes, Herz/ Kreislaufproblemen, Niere; krampflösend
Hier ein Monster gestern Abend beim Mampfen:

Anm.: Frisches Grün sollte grad bei Chins, die gar kein oder kaum Saftfutter kennen, nur langsam eingeführt werden. Pflanzen aus der Familie der Hülsenfrüchtler sollten zu Beginn gemieden werden, da sie im Gegensatz zu Löwenzahn & Co. besonders schnell zu Aufgasungen/ Blähungen führen können, das zu spät erkannt zum Tode führen kann.
[Aktualisiert am: So, 23 Mai 2010 14:04] Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #73038 antworten auf 72426 ]
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Mo, 24 Mai 2010 19:25

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GruenerKaktus
Beiträge: 108 Registriert:
Januar 2009
Ort: Mannheim
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Wie meinst du das mit "nichts enthalten"?
Sowohl in frischen als auch in getrockneten Kräutern (und Früchten, Gräsern etc.) sind Wirkstoffe enthalten, in Frischem hast zwischen 60-90% Wasseranteil je nach Pflanze; in Heu, Pellets und Trockenkräutern hingegen lediglich bis zu ca. 20%. Das, was sich ganz besonders auf die Gesundheitserhaltung auswirkt - neben den primären Stoffen wie Vitaminen, Mineralien usw. natürlich - sind sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle, Flavonoide oder Sapoine, die allem (künstlich hergestelltem)Fertigfutter fehlen. Ich hab tief vergraben irgendwo eine Dissertation zum Thema wie sich die unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffe auswirken - habe sie jedoch leider grad nicht gefunden...
Hier kann man aber auch Einiges nachlesen:
http://www.web44.de/schek/dok/dok03.pdf
http://www.bs-gelnhausen.de/typo3/fileadmin/user_upload/dr_a dam/Sekundaere_Pflanzestoffe.pdf
http://www.novafeel.de/ernaehrung/sekundaere-pflanzenstoffe. htm
| Zitat: | Schutz für Pflanze und Mensch
Bisher haben Forscher etwa 30.000 verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe entdeckt, davon mehr als 10.000 in essbaren Pflanzen. In jeder Obst- und Gemüseart findet sich eine andere Zusammensetzung dieser bioaktiven Helfer. Die Funktionen der einzelnen Sekundären Pflanzenstoffe sind unterschiedlich. Einige regeln das Wachstum der Pflanze oder dienen als Farb- und Duftstoffe. Andere wiederum schützen die Pflanzen vor Schädlingen, Bakterien oder Pilzen. Auch im menschlichen Körper verstärken Sekundäre Pflanzenstoffe den Schutz vor Krankheiten.
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Quelle: http://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrungs wissen/sekundaere-pflanzenstoffe-was-sind-das-eigentlich-fue r-stoffe
Um ihre volle Wirkung - verwendet zur Heilung von Krankheiten - entfalten zu können müssen die meisten von ihnen regelmäßig zu sich genommen werden, manche Kräuter müssen speziell geerntet werden usw. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.
Dass diese Wirkstoffe unter normalen Umständen, als Futter benutzt, schaden können, grad bei Pflanzenfressern wie Chins, habe ich noch nicht gehört, auch nicht, dass es aufgrund einer Wechselwirkung zu negativen Folgen kam. Allerdings bekommen meine Chins alles ja in unbegrenzter Menge und viele verschiedene Pflanzen täglich - daher gibt es hier kaum die Möglichkeit, dass sich ein Tier mit z.B. Nadelzweigen überfrisst und so aufgrund des hohen aufgenommenden Anteils an ätherischem Öl gesundheitliche Probleme wie Bauchweh bekommt. Anders sieht es mit Sicherheit bei Tieren aus, die anders ernährt werden (hier gib es solche und solche Exemplare, manche können von Beginn an gut differenzieren, andere eben nicht). Da jedoch nicht mal für den Menschen - grad bezüglich sekundärer Pflanzenstoffe - Richtwerte (wenn es die denn überhaupt gibt) feststehen, erscheint eine Mengenangabe für Kraut 6 Co. bei Chins schwierig. Dennoch: Wenn ein Tier, ähnlich wie der Menschen, abwechslungsreich gefüttert wird, sehe ich persönlich kein Risiko. Grad weil Chinchillas typische Pflanzenfresser sind und mit diesen Wirkstoffen optimal umgehen können. Ihr gesamte Verdauung ist auf dieses Futter angepasst und der Verdauungstrakt ändert sich bei domestizierten Tieren nicht (mal abgesehen davon, dass Chins nicht mal domestiziert sind wie z.B. Kaninchen oder Meersäue, die bis heute die selben Ernährungsansprüche besitzen wie ihre wilden Verwandten).
Laut Studien schützen diese Wirkstoffe prophylaktisch vor vielen Krankheiten wie Diabetes, Herzproblemen, Krebs usw.
[Aktualisiert am: Mo, 24 Mai 2010 22:45] Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #73637 antworten auf 72426 ]
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Di, 15 Juni 2010 23:41

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GruenerKaktus
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Januar 2009
Ort: Mannheim
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Hallo,
also getrocknet mögen meine Chins die meisten Grünsachen auch lieber als frisch, aber fressen tun sie beides. Ich biete auch immer beides an.
Um ehrlich zu sein haben meine Tiere von Beginn an alles an Frischfutter vertragen. Die angebotene Menge habe ich nach und nach gesteigert genauso wie die unterschiedlichen Pflanzenarten nach und nach eingeführt. Da es aber keine Unverträglichkeiten gab, ging alles ziemlich schnell.
Allerdings gabs bei uns im Forum auch schon Frischfutterunverträglichkeiten grad in Verbindung mit Fertigfutter wie Pellets. Daher würde ich jedem, der Pellets füttert, raten langsam Frisches einzuführen und auf die Verträglichkeit zu achten.
Übigens ist es von Tier zu Tier unterschiedlich, welche Mengen es an Frischem zu sich nimmt (ebenso kann es von Tag zu Tag variieren) und auch wann es beginnt Frisches überhaupt zu testen. Ich hab hier zwei Böcke, die erst nach Monaten (oder Jahren?) des täglichen Anbietens begannen an das Futter zu gehen. Heute fressen sie v.a. frische Kräuter, Blüten, Zweige und Apfel sehr gerne.
[Aktualisiert am: Mi, 16 Juni 2010 20:34] Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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Re: Frischfutter im Frühling/Sommer [message #74967 antworten auf 72426 ]
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Sa, 24 Juli 2010 22:07
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GruenerKaktus
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Januar 2009
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Huhu,
ich konnte heute ein riesen Feld mit Luzerne und Löwenzahn finden - meine Eltern fahren bald 3 Wochen in Urlaub, in der Zeit wird deren Wohnung als Trocknungsstation missbraucht! 
Die Tage suche ich weiter, ich meine dort auch diverse Beerensträucher erspäht zu haben und sicherlich finde ich um den Ort noch mehr, hatte heute nur nicht allzu viel Zeit zum Alles-Durchgucken.
Meine Mäuschen dürfen sich heute somit über folgende frische Dinge freuen: Luzerne, Löwenzahn, Karottengrün, Chikoree, Mini-Romanasalat, Banane, Apfel, Möhre.
Die Kugeln stürzten sich sofort drauf:


Es grüßen die Terrorbällchen und Kaktus
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