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Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85852] Thu, 26 July 2012 10:45 Zum nächsten Beitrag gehen
bine ist gerade offline  bine

Beiträge: 112
Registriert: September 2009
Ort: Bodensee
Hallo,

es geht um meine Standard-Dame Amy.
Vorab ein wenig zu ihr. Sie ist ein kleines hibbeliges Chinchilla,die eigentlich wenn sie einmal aufdreht kaum zu beruhigen ist.
Ich habe sie damals mit ihrer Mutter aus dem Tierheim geholt,ihr genaues Alter kenne ich nicht,sie düfte zwischen 6-8Jahre alt sein.
Sie war anfangs so scheu,das wir dachten sie fällt uns mit nem Herzinfarkt vom Brett oder Haus.
Auch bei jeder kleinsten Bewegung von uns geriet sie in Panik und floh.
Das alles besserte sich,jeh länger sie bei uns wohnte.
Mittlerweile ist sie so zutraulich das sie bei mir auf der Schulter sitzt und ich die Gegend anschaut.

Amy hat vor 2 Jahren einen Kastraten als Partner bekommen,ungefähr 5Monate später zog noch ein Jungtier bei den beiden ein.
Anfangs war alles super,bis Beany in die Pubertät kam und der Zickenkrieg losging.
Wir hatten jeden Abend Gekeife und Pinkelattacken im Käfig,so das wir kurz davor waren Beany aus der Gruppe zu nehmen.

Urplötzlich hörte der Zank auf und es herrschte Friede,Freude,Eierkuchen.

Amy war in der ganzen Zeit uns gegenüber sehr sehr anhänglich.Ich habe ihr damals auch wenn sie das Leckerchen nicht wollte,welches ich ihr angeboten habe,solange durchprobiert bis sie eines mochte.

Im Januar diesen Jahres kämpfte sie mal wieder mit einer Gebärmutterentzündung,und ungefähr 6 Tage nach dem TA-Besuch fühlte ich bei Amy eine starke Vergrößerung und Verdickung an der Schulter.
Also alle 3 eingepackt und zum TA.
Zutage kam eine sehr sehr große Bißwunde im Schulterbereich.
Wir konnten nicht sagen wer sie gebissen hat,beschlossen aber die 3 zusammen zu lassen.
Die Wunde brauchte fast 4 Wochen bis sie ganz zu war,Amy bekam in der Zeit Schmerzmittel,AB und ich mußte die Wunde mehrmals täglich salben damit die Haut weich bleibt.

Tja,und kurz vor Ostern eskalierte das ganze.
Ich kam abends von der Arbeit und mein Schatz meinte zu mir,das da irgendwas nicht stimmen würde im Käfig.
Und genau in dem Moment ging die Jagd auch schon wieder los.
beany stürzte sich regelrecht auf Amy,jagte sie durch den ganzen Käfig,verbiß sich richtig und ihr.
Und Amy rannte schreiend vor ihr weg,saß nachher zitternd und schreiend in einer Käfigecke und amchte vor Angst unter sich.

Ich wollte sie vorsichtig rausheben,doch als erstes wurde ich gebissen,und dann realisierte Amy das ich es war und kein Feind.Sie hopste auf meine Schulter,von da aus weiter auf den Hocker und dann ab unters Sofa,wo sie eine halbe Stunde Warnlaute von sich gab und auch nicht drunter hervor zu locken war.

Ich habe Amy da gelassen wo sie war und habe Beany rausgehoben und einzeln gesetzt,da sie definitiv diejenige war die Streit und Stress brachte.

Als Amy dann rauskam setzte ich sie zu Momo.Dies ging ungefähr 30 Minuten gut.Momo wollte sich Amy nähern und Amy flüchtete sofort.
Also habe ich auch die beiden getrennt.
Am darauffolgenden Morgen habe ich Beany und Momo wieder zusammen gesetzt.Amy konnte und wollte ich nicht mehr dazu setzen,sie war total zerrupft und zerbissen.

Nach 2 Wochen merkte ich das Amy ruhiger wurde und sich an mich klammerte,also suchte ich nach einem neuen Partner,egal ob männlich oder weiblich.
Bei Carina wurde ich fündig.
Die Konstellation hielt 4 Wochen und dann jagten und rupften sich die beiden Weibchen gegenseitig.
Nach einem knappen Monat Einzelhaft habe ich die beiden zu Carina gefahren,sie wollte es noch einmal in aller Ruhe versuchen.
Doch es eskalierte und Amy biß Klarabella unter anderem in Nase und Ohr.
Auch ein weiteres Weibchen attackierte sie sofort und extrem aggressiv.
Carina bat mich Amy wieder abzuholen.
Also setzte ich Amy wieder alleine in den Käfig und beobachtete das sie sich recht gelassen und ruhig gab.
Ich tat mein bestes und denek das ich sie etwas zu sehr verwöhnt habe.

Nach fast weiteren 6 Wochen Einzelhaft bin ich gestern bei Andrea in Horb gewesen.
Sie hatte einen Kastraten da,mit dem wollten wir es probieren.
Der Kastrat ist fast doppelt so groß wie Amy,aber er war ein ganz lieber,ruhiger,gelassener Kerl.
Amy ging sofort an den Kopf von Benni und knabberte dort herum.Er machte es genauso.
Benni versuchte aufzureiten,was Amy nicht tolerierte und ihn anzickte und 1 Pipidusche verteilte.
Dann beknabberten sie sich,Amy setzte sich mittig auf seinen Rücken und er ließ es sich gefallen.
Anschließend kuschelte sie sich an Benni und schlief.
Vorsichtig knabberte Benni an Amy rum,die sich alles gefallen ließ.

Nachdem wir die weitere Vorgehensweise besprochen hatten,wollten wir beide umsetzen,und prompt eskalierte die Situation.
Amy ging in der neuen Box auf Benni los,Benni ließ sich das nicht gefallen und wehrte sich mit Pipiduschen,meckern und aufrichten.
Benni wurde ziemlich gerupft und wirkte etwas verunsichert.

Andrea schaute mich fragend an und ich meinte,das mir das zu heikel wäre,den Benni jetzt noch mitzunehmen.

Schweren Herzens habe ich Benni dann zurück gelassen und die Zicke Amy wieder mitgenommen.

Bereits 5 Minuten nachdem Benni aus der Box draußen war,saß Amy friedlich in einer Ecke der Box und schlief seelenruhig.

Andrea und ich sind jetzt so verblieben,das ich mich Anfang September wieder bei ihr melde,und sollte sie was ruhiges dahaben,werde ich Amy samt einem Futterpaket zu Andrea nach Horb bringen,und Andrea kann in aller Seelenruhe probieren ob sie dann einen passenden Deckel zu meinem hochexplsivem Topf hat.

Kann es sein,das ich Amy zu sehr verwöhnt habe?
Ich habe ganz ehrlich bis vor 3 Wochen ihr noch mehrere verschiedene Leckerchen angeboten,wenn sie das erste nicht mochte.
Auch habe ich mich sehr viel mit ihr beschäftig,weil ich dachte das sie einsam ist.
Ebenso hatte sie eine Korkröhre drin,die sie absolut nicht mochte,nachdem ich 3 weitere ausprobiert habe,habe ich dann einfach die von ihrer alten Liebe Momo genommen,und genau die hat sie akzeptiert.
Auch randaliert sie abends im Käfig,rennt von einer Seite zur anderen,veranstaltet allen möglichen Unsinn nur damit man mit ihr spricht,zupft stundenlang am Gitter selbst Stofftiere werfen oder die Blumenspritze hindern sie nicht am Terror machen.

So langsam weiß ich nicht mehr weiter.
Kann mir von euch einer weiter helfen?

Was kann ich noch machen,das Amy im September hoffentlich wieder ein halbwegs normales Chinchilla ist,dem man einen neuen Partner geben kann?


Grüße von Bine
und dem Monster Beany,ebenso von den Himmelmonsterchen Maus,Amy und Momo
Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85856 antworten auf 85852 ] Thu, 26 July 2012 12:53 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Danie

Administrator

Beiträge: 12067
Registriert: February 2006
Ort: Steinkirchen
Hi du,

es ist nicht ungewöhnlich, wie sich dien Tier nach den ganzen Problemen mit Bissen usw. verhält. Ich hätte es noch einmal mit dem Kastraten versucht, allerdings Käfig-an-Käfig oder Käfig-in-Käfig mit Tausch. Die Tiere müssen sich aneinander gewöhnen, ohne sich verletzen oder jagen zu können und da das Umsetzen von Box zu Box schon ein solcher Stressauslöser gewesen ist, was es zum Eskalieren brachte, tendiere ich da zu einer Methode mit einer langsamen Gewöhnung aneinander.

Zum Abbau ihres Tatendranges und der Aggressionen würde ich ihr einen Flying Saucer besorgen. Darauf kann sie sich austoben. Damit sind auch bei mir schon einige Tiere viel ausgeglichener geworden - auch Streitereien in Gruppen wurden damit beigelegt.


Lieber Gruß
Danie

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Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85860 antworten auf 85852 ] Thu, 26 July 2012 17:28 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Cariii91

Beiträge: 1081
Registriert: November 2009
Ort: Uhingen
Huhu,

ich quassel mal kurz dazwischen, hab die Amy ja nun auch ne Weile bei mir gehabt.
Käfig-in-Käfig würde ich bei Amy lieber nicht versuchen, nachher fehlt jemandem noch ein Fingerchen.
Mich und auch Andrea wundert eben, dass Amy sogar nach einem Monat harmonischem Miteinander mit dem Weibchen von mir auf einmal noch eskalierte, dass die beiden nicht mehr zusammen zu bringen waren. Denn mein Tier ist absolut nicht aufmüpfig, sondern schon richtig treu-doof und hat noch nie ein anderes Chin belästigt.
Als ich die beiden hier hatte zum 2. Versuch, wurde auch erst schön gekuschelt und geschlafen (8 Stunden lang) und plötzlich aus heiterem Himmel wieder eine Attacke, ohne dass meine Maus irgendwas gemacht hätte... die zwei haben davor sogar friedlich zusammen aus einem Napf gefressen. Worauf ich hinaus will: ich war ja dabei und es gab keine Situation, in denen Stress aufkam, denn wenn dann wäre ja das Zusammensetzen purer Stress gewesen und nicht die vermeintlich friedliche Schlaf-Kuschelphase, oder?


Liebe Grüße, Carina.

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"Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart." Noël Coward
Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85865 antworten auf 85852 ] Thu, 26 July 2012 21:47 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Danie

Administrator

Beiträge: 12067
Registriert: February 2006
Ort: Steinkirchen
Hallo,

wenn man Käfig-in oder an-Käfig richtig durchführt, gibt es keine Verletzungen, denn man macht es mit entsprechender Vorsicht (sehr enge Maschen oder Doppelwand oder Abstand zwischen den Käfigen). Das ganze auch nicht nur Stunden, sondern Tage und/oder Wochen.

Es ist jetzt mit Box schief gegangen, darum würde ich es so wie beschrieben versuchen und einen Laufteller zum Aggressionsabbau besorgen. Wenn man es nciht versucht, weiß man auch nicht, ob es dann vielleicht klappt. Alternative wäre ja nun Einzelhaft bis ans Ende des Lebens ...

Und daran denken, bei Vollmond vielleicht noch mal trennen / Käfig-an-Käfig und keine VG während um Vollmond herum.


Lieber Gruß
Danie

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Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85866 antworten auf 85852 ] Thu, 26 July 2012 22:25 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bine ist gerade offline  bine

Beiträge: 112
Registriert: September 2009
Ort: Bodensee
Hallo,

ich habe grade mal nachgeschaut,wir hätten erst nächste Woche Donnerstag Vollmond gehabt.

Einen Laufteller habe ich da,werde ihr den gleich anbieten.

Weiter werde ich Andrea noch mal eine lange Mail schreiben,mit dem Vorschlag der Käfig an Käfig-Methode.

Ich selber kenne mich da zu wenig aus um das selber durch zu führen. Und in meiner direkten Umgebung habe ich niemanden der mir dabei helfen kann.

Und einzeln halten möchte ich Amy auf keinen Fall.

Nur es muß ja irgendetwas diese Ausraster auslösen.
Kann es evtl. auch Eifersucht von Amys Seite aus auf andere Tiere oder Menschen sein?

Sie wurde erst nach der VG mit Klarabella von meinem TA auf den Kopf gestellt.Außer das sie zu leicht ist,ist sie kerngesund.

Bei Menschen oder auch vielen Tieren kann die Schilddrüse Schuld an solchen verhaltensweisen sein.
Hätte es Sinn sie mal auf eine Schilddrüsenerkrankung zu untersuchen?
Gibt es da irgendwo Vergleichswerte?



Grüße von Bine
und dem Monster Beany,ebenso von den Himmelmonsterchen Maus,Amy und Momo
Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #85868 antworten auf 85852 ] Fri, 27 July 2012 10:32 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Danie

Administrator

Beiträge: 12067
Registriert: February 2006
Ort: Steinkirchen
Hi Bine,

es ist immer schwierig da die Ursache zu finden. Alles, was du genannt hast, kann ein Grund sein. Man kann den kleinen leider nicht hinter die Stirn schauen.

Hier findest du Vergleichswerte: http://infoseite.igc-forum.de/index.php?goto=./content//12_S teckbrief&sub=12_Blutwerte.htm

Und hier infos zur vergesellschaftung: http://infoseite.igc-forum.de/index.php?goto=./content//15_V ergesellschaftung Urechts ist das Untermenü zum durchklicken).


Lieber Gruß
Danie

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Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #86733 antworten auf 85852 ] Tue, 04 December 2012 18:29 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
bine ist gerade offline  bine

Beiträge: 112
Registriert: September 2009
Ort: Bodensee
Hallo,

ich wollte hier mal einen Abschlußbericht schreiben,auch wenn er einen traurigen Ausgang hat.

Ich habe Amy im September mit einem Freßpaket zu Andrea nach Horb gebracht.
In den ersten Tagen sah es gar nicht gut aus,da Amy bei jeder Bewegung von der zukünftigen Partnerin ausflippte.
Nach dem Vollmond beruhigte sich Amy und Andrea konnte eine vorsichtige Annäherung starten.
In der ganzen Zeit saßen sie Käfig an Käfig.

In der 2. Novemberwoche haben die beiden Damen dann endlich den ganzen Tag zusammen verbracht und auch die Nacht.
Ich wollte sie am 18.11. nach dem Animal-Besuch in Stuttgart bei Andrea abholen.

Am 15.11. klingelte mittags das Telefon, es war Andrea.
Sie teilte mir mit leicht erstickter Stimme mit das Amy tot sei.
Ich wollte es nicht wahr haben.
Amy lag lang ausgestreckt im Käfig,ihre Partnerin lag halb über ihr und hat sie noch gewärmt.
Amy wurde von Andrea untersucht,sie hat keine Wunden gefunden,keine Verletzungen,nichts.
Jetzt liegt Amy unterm Haselstrauch begraben.

Während der gesamten VG gab es keine Zankereien,keine Keifereien,kein jagen,rein gar nichts.

Ich finde es schön,und es tröstet mich ein wenig über die große Trauer hinweg,das Amy wenigstens in ihren letzten Lebenswochen noch eine neue Freundin gefunden hatte.


Ruhe in Frieden Amy.....


Grüße von Bine
und dem Monster Beany,ebenso von den Himmelmonsterchen Maus,Amy und Momo
Re: Verwöhnt oder doch Verhaltensgestört? [message #86738 antworten auf 85852 ] Wed, 05 December 2012 10:03 Zum vorherigen Beitrag gehen
Danie

Administrator

Beiträge: 12067
Registriert: February 2006
Ort: Steinkirchen
Hallo,

tut mir sehr sehr leid Sad


Lieber Gruß
Danie

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